Praxis Archive - Seite 9 von 18 - Skipper Bootshandel

So finde ich das passende Boot entdecken

So finde ich das passende Boot

Wer Wasserski oder Wakeboarden möchte, braucht naturgemäß ein schnelles und wendiges Boot. Für den Kurztörn in die Badebucht muss nicht unbedingt eine Kabine an Bord sein, dafür aber eine Badeplattform mit entsprechender Leiter und vielleicht eine Heckdusche. Wer auch an Bord übernachten mag, will sicherlich nicht auf eine Kabine mit ausreichend großer Koje, eine Nasszelle mit Waschtisch und Marine-WC sowie eine kleine Kochmöglichkeit verzichten. Denkt man an ausgedehnte Törns auf Binnenwasserstraßen oder an Küsten nach, sollte ausreichend Platz an Bord sein, damit die Crew auch längere Schlechtwetterperioden in Harmonie überstehen kann. Die Frageliste ist genauso vielschichtig und umfangreich wie das Angebot an Booten.

Fujinon KF8x42W

Die Marine-Optiken von Fujinon sind beliebte Begleiter von vielen Freizeitkapitänen. Das brandneue KF8x42W ist eigentlich ein Zwitter, denn genau genommen ordnet es der Hersteller selbst bei den Ferngläsern zur Naturbeobachtung ein. Dennoch hat es alle Eigenschaften eines Marinefernglases mit Ausnahme des Kompasses und einer Strichplatte zur Entfernungsbestimmung. Doch auf diese Ausstattungsmerkmale kann mancher gut verzichten, insbesondere, wenn er nur in Binnenrevieren unterwegs ist und das Fernglas nicht ausschließlich für nautische Zwecke verwenden möchte. Dafür glänzt die Konstruktion mit Dachtkant-Prismen, die über exzellente optische Eigenschaften verfügen und einen sehr nahen Betrachtungsabstand ermöglichen.

Landanschluss

Mit einem 230-V-Landanschluss kann man ganz bequem all die Elektrogeräte an Bord betreiben, die man auch zu Hause verwendet. Das Spektrum reicht dabei vom Elektrorasierer über einen DVD-Spieler bis hin zum Stabmixer in der Pantry oder der kräftigen Bohrmaschine. Auch der Kühlschrank und das Cerankochfeld werden mit der 230-V-Spannung betrieben und erhöhen den Komfort an Bord. Wie so vieles ist auch die Installation eines Landanschlusses in Normen geregelt. Zur Anwendung kommen hier die DIN 57100 Teil 721 oder die VDE 57100 Teil 721, die auch die Grundlagen für die Stromversorgung in Caravans sowie die auf Bootsstegen umfassen.

Vollgefederter Sitz von Grammer

Das besagte Kabbelwasser fehlte uns allerdings, als sich vor wenigen Wochen die Gelegenheit bot, die besonderen Eigenschaften dieses ganz speziellen Sportbootsitzes kennenzulernen. Der Name Grammer bürgt für Qualität. Seit mehr als 50 Jahren entwickelt das renommierte Unternehmen aus dem bayerischen Amberg Technologien für optimales Sitzen in verschiedenen Fahrzeugen. Maßgeschneiderte Sitze für Bau- und Forstmaschinen, Traktoren, Großflächenmäher, Busse und Bahnen, Lkw und Personenwagen werden unter der Vorgabe einer exzellenten Produktgüte gefertigt. Zu den Kunden der Grammer AG, die als Global Player der Automotive- und Nutzfahrzeugindustrie auf vier Kontinenten vertreten ist und auf über 30 Produktions- und Vertriebsstandorte in 17 Ländern verweisen kann, zählen im Pkw-Bereich Mercedes, BMW, Audi, Volkswagen, Ford und Opel. Dass sogar berühmte italienische Sportwagen-Schmieden wie Ferrari oder Maserati von der süddeutschen Traditionsfirma beliefert werden, spricht eine deutliche Sprache. Bahnreisende wissen den erstklassigen Sitzkomfort in einem ICE zu schätzen - auch hier hat(te) die Grammer AG die passenden Lösungen parat.

Comfortparc Wessem

Seit Jahrzehnten betreibt man am Baggersee de Koeweide bei Wessem einen Yachthafen mit rund 500 Liegeplätzen. Das ausgedehnte Seengebiet an der Maas ist nicht nur bei niederländischen Wassersportlern sehr beliebt. Die Nähe zur Grenze macht es auch für deutsche Skipper attraktiv, was man bei einem Gang durch die Häfen leicht erkennen kann. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit den Vorlieben und Bedürfnissen der Wassersportler entwickelte man ein absolut stimmiges Konzept, das vom sicheren Bootsliegeplatz an modernsten Stegen über ein Restaurant, ein Fitness- und Wellnessstudio bis zu einen Campingplatz direkt am Wasser reicht. Das ist auf den ersten Blick nichts wirklich Neues, aber die Art und Weise der Umsetzung und der Schaffung einer vollkommen neuen Philosophie des Wassersports schon.

Keine Umsatzsteuerermäßigung für Sportboothäfen

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat mitgeteilt, dass für die Vermietung von Bootsliegeplätzen der reduzierte MwSt.-Satz von 7% keine Anwendung finden kann. Bei Umsatzsteuerermäßigungen ist die Bundesregierung an die EU-Richtlinie 2006/112/EG gebunden. Diese gestattet Ermäßigungen für einen abschließend aufgeführten Katalog von Dienstleistungen. Bootsliegeplätze gehören nicht dazu. Wohl aber Campingplätze, die bei einer kurzfristigen Vermietung (bis zu 6 Monaten) von der Umsatzsteuerermäßigung profitieren. Das sorgt für Unmut in der Sportboothafenbranche. „Wir fühlen uns klar benachteiligt. Zwischen der kurzfristigen Vermietung von Landflächen und der Vermietung von Wasserflächen besteht kein erkennbarer Unterschied“, so der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Sporthäfen Frank Engler. Das sieht das BMF wohl ähnlich, ist aber an die Vorgaben aus Brüssel gebunden. Der Bundesverband Wassersportwirtschaft will die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen und in Brüssel über den europäischen Dachverband vorstellig werden.

Jet-Boot-Bau

Doug ist Eigentümer von Riddle Marine und wahren Cineasten, die auch den Abspann eines Films noch aufmerksam betrachten, eigentlich bekannt. In seiner Werft entstand das kleine schwarze Jet-Boot, mit dem Pierce Brosnan als Geheimagent 007 im James Bond-Film „Die Welt ist nicht genug“ die Schurken jagte. Insgesamt hat Riddle dem Filmteam 15 dieser Flitzer gebaut und während der Dreharbeiten in London auch selbst pilotiert. Trotzdem überstanden nur drei Boote die vierwöchigen Aufnahmen der beeindruckenden Verfolgungsjagd, wovon eines nun im hinteren Bereich der Riddle-Werft neben einer Anzahl Pokale zu sehen ist. Lewiston liegt am Zusammenfluss des Snake River mit dem Clearwater. Bis hierher können Seeschiffe vom Pazifik kommend den Fluss befahren, weshalb die Stadt sich mit dem am weitesten vom Meer gelegene Hafen der USA schmückt. Der Snake bildet hier die Grenze zum Nachbarstaat Washington. Auf der anderen Seite des Flusses liegt Clarkston. Beide Städte sind eng miteinander verbunden, was sich nicht nur in der Konzentration des Bootsbaues zeigt. Weshalb konzentriert sich aber gerade hier der Bau von Aluminiumbooten mit Jet-Antrieben? Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Menschen hier oben an den Ausläufern der Rocky Mountains lieben das Fischen und die Jagd. Je weiter man in die Berglandschaft vordringt, umso unzugänglicher zeigt sie sich. Da ist ein Boot natürlich ein probates Mittel, voran zu kommen. Dazu muss es aber zwei Hauptkriterien erfüllen: wenig Tiefgang und hohe Stabilität. So kam es, dass in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts Ernie Duckworth robuste Aluminumboote mit kräftigen Jet-Antrieben ausrüstete. Die Qualität seiner Boote demon‧strierte er im nahen Hells Canyon, der mit 2438 m tiefsten von einem Fluss in Nordamerika geschaffenen Schlucht. Auf einer Länge von 150 Meilen strömt der Snake River dort über Felsen und Klippen und zeigt sich von seiner wildesten Seite. Doch kein Problem für Ernies Boot! Schnell sprachen sich dessen hervorragende Eigenschaften herum und die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf.

Bootsversicherung

Die Sportschifffahrt auf Binnen- und Küstengewässern hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Allein in Deutschland sind derzeit 390  000 Sportboote registriert. Je höher das Verkehrsaufkommen - gerade in der Hauptreisezeit - desto höher ist auch das Unfallrisiko. Skipper, die beim Anlegen eine andere Yacht touchieren oder einem anderen die Vorfahrt nehmen und nicht versichert sind, haben dann das Nachsehen. Denn als Eigner oder Bootsführer haftet man für jeden selbstverursachten Schaden, notfalls mit dem gesamten Vermögen. Auch das eigene Einkommen kann bis zur Pfändungsgrenze zur Schadensregulierung verwendet werden. Leider sind vermurkste Hafenmanöver oder Fahrfehler nicht die einzigen Gefahren, gegen die man gewappnet sein sollte. Das Boot kann einem Brand oder Sturm zum Opfer fallen oder gleich samt Trailer aus dem Hafen verschwinden. Daher sollten Sie die Leinen erst los machen, wenn ein ausreichender Versicherungsschutz abgeschlossen wurde. Damit Eigner die Zeit auf dem Boot unbeschwert genießen können, haben sich verschiedene Versicherungsunternehmen und Makler darauf spezialisiert, die Risiken auf dem Wasser möglichst gering zu halten. Sie bieten maßgeschneiderte Versicherungspolicen rund ums Boot und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Fäkalientank – Maßanfertigung aus Niro

Für Bootseigner, die auf der Ostsee unterwegs sind, gibt es Ausnahmen. Laut HELCOM-Abkommen sind alle Sportboote, die maximal 10,50 Meter lang oder maximal 2,80 Meter breit sind oder die vor 1980 gebaut wurden auf dem Mare Balticum von der Ausrüstungspflicht mit einem Fäkalientank befreit. Alle anderen Yachten müssen jedoch mit Tank samt Absaugestutzen ausgerüstet sein, obwohl es immer noch in viel zu wenigen Häfen entsprechende Entsorgungseinrichtungen gibt. Ein am Pump-WC angeschlossener Fäkalientank erhöht allerdings auch für die Crews von eigentlich aus dieser gesetzlichen Pflicht genommenen Boote den Komfort an Bord. Nur mit einem Tank kann zum Beispiel guten Gewissens die Bordtoilette im Hafen genutzt werden. Die meisten Yachten aus schwedischer Produktion hatten schon seit den 1980er-Jahren einen Toilettentank, allerdings ohne Absaugeinrichtung, sondern mit der Möglichkeit der Tankentleerung auf hoher See per Borddurchlass. Diese schwedische Sonderheit hat vermutlich ihre Ursprünge in der schönen Schärenlandschaft vor der Küste. Wer dort ankert, will die Natur und das Wasser sauber halten und seine Nachbarn nicht belästigen. Fäkalientanks, auch wenn sie aus Edelstahl gebaut wurden, kommen wie alles an Bord irgendwann in die Jahre, was sich bei den Tanks häufig an Korrosionsschäden an den Schweißnähten bemerkbar macht. Das geht dann buchstäblich in die Nase - erst nur ein bisschen, doch dann immer mehr.

Kühlwasser-Check

Ein mangels ausreichender Kühlung überhitzter Motor gibt nicht nur einfach seinen Geist auf, er haucht sein Leben auch meist zu recht unpassenden Gelegenheiten aus. Natürlich verfügt jeder Motor über einen thermischen Überwachungsschutz und jedes halbwegs moderne Boot auf dem Instrumentenpaneel am Steuerstand über eine entsprechende Uhr zur Temperaturanzeige. Sogar betagte Aggregate warnen den Skipper bei Überhitzung mit einem schrillen Warnsignal. Nur, wenn das ans Ohr des Skippers dringt, ist es meist zu spät und eine teure Reparatur oder gar ein Motorenwechsel reißen ein großes Loch in die Bordkasse. Der Katalog der möglichen Schäden ist umfangreich und reicht vom durch Trockenlaufen ruinierten Impeller der Kühlwasserpumpe über die zerstörte Zylinderkopfdichtung bis hin zum Totalschaden. Dabei ist mit geringem Aufwand ein solches Desaster vermeidbar. Wer die Ein- und Auswinterungsarbeiten sorgfältig durchgeführt hat, der hat schon die wesentliche Grundlage für eine sorgenfreie Bootssaison geschaffen. Denn dazu zählt unter anderem der Check der Kühlwasserpumpe und des darin rotierenden Impellers. Zeigen die Gummiflügel Abnutzungserscheinungen oder gar Risse, wird das Teil gegen ein neues ersetzt. Sowohl der zeitliche als auch der monitäre Einsatz sind gering.