TECHNIK Archive - Seite 19 von 19 - Skipper Bootshandel

MerCruiser VAZER entdecken

MerCruiser VAZER

Sicher wird VAZER nicht gleich die ganze Welt der Sportboote revolutionieren, aber Potential hierfür liegt in der Fünf-Meter-Klasse, in der bislang Außenbordmotoren den Ton angeben. Die benötigen am Heck eine Motorwanne und schränken die Größe einer Badeplattform erheblich ein. Mit einem kleinen und kompakten Sterndrive, so die Strategen bei MerCruiser, eröffnen sich den Bootsbauern ganz neue Perspektiven hinsichtlich des Bootlayouts: Größeres Cockpit, Sonnenliege über dem Maschinenraum und natürlich eine die gesamte Bootsbreite einnehmende Badeplattform. Man machte sich also auf die Suche nach einem geeigneten Basismotor und wurde bei der General Motors-Tochter Opel fündig. Die hatte einen 1,6-Liter-Vierzylindermotor im Repertoire, der auch schon den D-Kadett beflügelte. Die robuste Konstruktion mit Aluminium-Zylinderkopf und obenliegender Nockenwelle wurde mit einer Zweikreiskühlung aufgerüstet, deren Seewasserkreislauf sich beim Slippen selbst entleert. Weitere Features des 76 kW (100 PS) starken Motors sind unter anderem eine Multipoint-Direkteinspritzung und die Möglichkeit, den Wärmetauscher „anzuzapfen“, um warme Luft an die Frontscheibe oder gleich zur Beheizung des gesamten Cockpits zu Nutzen - eine enorme Komfortsteigerung für diese Bootsklasse. Auch hinsichtlich der Wartung hat man sich in Stillwater, Oklahoma, Gedanken gemacht. Der Keilriemen spannt sich automatisch und der Ölwechsel ist dank eines speziellen Anschlusses eine saubere Sache. Die Inspektionsintervalle betragen 100 Betriebsstunden.

ZEUS

Rund 15 Jahre haben die Techniker und Ingenieure bei CMD an dem neuen Antriebssystem gearbeitet, das ähnlich dem IPS von Mitbewerber Volvo Penta eine echte Alternative zu konventionellen Wellenanlagen in schnelllaufenden Motoryachten sein soll. ZEUS ist also nicht als Ersatz der bewährten Z-Antriebe gedacht, obwohl das Design dies auf den ersten Blick vermuten lassen könnte. Die gegenläufigen Edelstahl-Propeller der Podest-Antriebe sind horizontal nach achtern gerichtet und für die Montage in Tunneln geeignet. Die Abgasführung erfolgt durch die Propellernabe. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf.  Die nur paarig zu verbauenden Antriebe werden ähnlich eines Saildrives nahe dem Heck auf Durchbrüchen im Rumpf montiert. Die großen Gummidichtungen sorgen auch für eine wirksame Reduzierung von Vibrationen und Geräuschen. Durch die horizontale Ausrichtung der Propeller wird die gesamte Motorkraft in Vortrieb umgesetzt. Konventionelle Wellenanlagen erzeugen aufgrund ihres Einbauwinkels einen Auftriebseffekt, der einen Teil der Leistung eliminiert. CMD spricht von einer um 15 % gesteigerten Höchstfahrt bei einer gleichzeitig um bis zu 30 % verbesserten Brennstoff-Ökonomie. Als kleinen Seitenhieb auf Volvo Pentas IPS führen die CMD-Ingenieure die Vorteile ihrer Propeller-Ausrichtung an. So werden im Wasser treibende Gegenstände von den Skegs seitlich abgewiesen. Bei einer stärkeren Berührung schert das Skeg unterhalb des „Torpedos“ ab und verhindert größere Schäden am Antrieb.

Digitale Bordmedien

So mancher Skipper sucht Ruhe und Abgeschiedenheit an Bord und freut sich, dass ihn lediglich das Gezwitscher von Vögeln und das Quaken von Fröschen bei dem Aufenthalt auf dem Wasser heimsucht. Vielleicht noch das gelegentliche Schnattern seines Diesels. Wem das reicht, der kann jetzt weiterblättern. Wem der Verzicht auf Information durch Fernsehen, Internet oder die pure Unterhaltung durch Bildschirminhalte jedoch schwer fällt, der sollte weiter lesen, denn es gibt neue Möglichkeiten. Schnelle Internetverbindungen waren bisher auf dem Schiff kaum möglich. Dies beginnt sich gerade zu ändern. Der Ausbau des terrestrischen Digitalfernsehens erreicht mittlerweile eine gewisse Flächendeckung, die den unkomplizierten Fernsehempfang auch in vielen Bereichen der deutschen Wasserstraßen ermöglicht. Beides unterscheidet sich – zumindest derzeit noch – grundsätzlich in der verwendeten Technologie. Digitales Fernsehen wird von speziellen Sendemasten abgestrahlt und kann mit entsprechend ausgerüsteten Fernsehern, aber auch mit besonderen Empfangsgeräten an Bildschirmen oder Computern gesehen werden. Mobiles Internet basiert dagegen auf dem Netz für Mobiltelefone. Hier beginnt gerade ein neues Geschwindigkeits-Zeitalter. Irgendwann wird vielleicht alles zusammenwachsen und wir werden selbst mobil über Internet fernsehen. Doch für den mobilen Fernsehempfang sind auch die neusten Versionen noch zu langsam und der Datentransfer würde heute jeden Kosten- oder Datenrahmen sprengen.