Vor rund zehn Jahren präsentierte die Yachtwerft VEHA ihre erste Euroclassic-Motoryacht mit 15 m Länge auf dem Markt. Nicht nur optisch bot sie ein individuelles Bild, sondern auch in ihrer Ausstattung war sie etwas Einmaliges. Mit diesem Schiff begann bei VEHA die Ära des "custom-built", das heißt so viel wie "als Unikat gebaut". Und so bekommt seitdem jeder Kunde seien ganze eigene Euroclassic-Version: Kein Schiff dieser Reihe gibt es ein zweites Mal. Mit diesem Gefühl gehen wir auch an Bord der Euroclassic 42. Die Konstruktion der Euroclassic 42 basiert auf einem Mehrfach-Knickspantrumpf mit Klassifikation nach CE-Kategorie B, die für den Stahlverdränger die offene See als Einsatzgebiet zulässt. Damit kann man das Schiff auf allen europäischen Revieren fahren, wobei seine jeweils 1500 Liter fassenden Brennstoff- und Frischwassertanks einen großen Aktionsradius garantieren. Die Außenhaut sowie die Aufbauten bestehen komplett aus 4 mm Stahl, und das darunter liegende Spantensystem in Längs- und Querrichtung sorgt in Verbindung mit Webspanten und Bodenwrangen für die gewünschte Stabilität der äußeren Hülle. Von der Bauweise her ist die Euroclassic 42 also klar für ausgedehnte Törns. Die gewünschte Technik an Bord kann sich der Kunde weitgehend selbser zusammenstellen. Eine 7 kW-Bugschraube und ein Landanschluss sind bereits serienmäßig an Bord.
Saga 29 HT
Big foot 19
Rudköbing BF 48
Angeboten werden derzeit fünf Grundversionen in Längen zwischen neun und 17 Fuß. Mit Ausnahme des 5,20 m messenden Topp-Modells, einem primär für professionelle Einsatzzwecke konzipierten Gleiter namens BF 52, verfügen alle Rudköbing-Boote über geklinkerte Verdägner-Rümpfe mit durchlaufender Kielung. Bisher konnnte die Werft mehr als 5000 Einheiten verkaufen, die zwar überwiegend in heimischen Revieren anzutreffen sind, aber auch in Italien, Frankreich, in die Niederlande und in beachtlicher Stückzahl nach Deutschland exportiert wurden.
Valk Sportief Alu 45
Doch ganz anders als bei der englischen Edelmarke Rolls Royce, die durch übertriebenes Traditionsbewusstsein den Anschluss verlor, sorgt Werftchef Philip Valk bei seinen friesischen Nobelyachten für neuen Schwung. Die neue Valk Sportief Alu 45 bietet vor allem eines - das den Vletten immer fehlte - Geschwindigkeit. Ganz bewusst haben wir uns die Yacht für einen Test ausgesucht, denn sie ist der Beweis dafür, dass traditioneller Bootsbau und fortschrittliche Technik keine Gegensätze sein müssen. Uns sie zeigt auch, das Valk Yachts trotz 75-jähriger Geschichte eine wesentlich modernere Werft ist, als es den Anschein hat. Dies hat weniger damit zu tun, dass die Valk Sportief Alu 45 komplett in Aluminium gebaut ist. Die Werft hat reichlich Erfahrung mit diesem fortschrittlichen Baumaterial, denn schon seit 1966 werden dort Yachten in Aluminium gebaut. Beim Testschiff ging es schlicht um die Gewichtsersparnis in Verbindung mit einer anspruchsvollen Rundspantkonstruktion, die eine Höchstfahrt um die 20 Knoten ermöglicht und gleichzeitig für jedes Wetter geeignet ist. Sie ist fast so robust wie ein Lotsenboot und wird nach CE-Kategorie A gebaut und ist somit – zumindest theoretisch – für transatlantische Fahrten konzipiert. Eine Seltenheit in dieser Klasse.
Nautic 23
Dort nämlich ist die Bootswerft Max Thiele ansässig, die gemeinsam mit Saga-Boats Deutschland das entscheidende Abkommen mit dem skandinavischen Traditionshersteller schließen konnte. Man unterzeichnete eine Lizensvereinbarung und ließ sich kurz darauf die eingemotteten Bauformen nach Malchow liefern. Von der originalen Saga 23, einem wahren Dauerbrenner, wurden zwischen dem Verkaufsstart im Jahre 1976 und dem Produktionsende 1995 nicht weniger als 1200 Einheiten an den Mann gebracht. Allein in Deutschland fanden sich rund 500 Käufer, viele davon besitzen das unverwüstliche Tourenboot heute noch.
Skibsplast 655
Drait 1300 Classic
Als erstes kam mit der Drait 1300 Classic das größte Modell auf den Markt. Zwei weitere in der 12,00- und 9,00-Meter-Klasse sollen noch folgen. Anne Bloemhoff, der Chef von De Drait, sieht langfristig ein wachsendes Interesse an Schiffen im klassischen Look. Und er weiß, dass er die Erfahrungen aus dem Chartereinsatz in seinen Kauf-Modellen, die grundsätzlich nach dem Wunsch des Kunden gebaut werden, sehr gut umsetzen kann. Bei der mit Teakholz in traditioneller Art ausgebauten Drait 1300 Classic ist das bereits passiert. Obwohl der verfügbare Raum an Bord nicht größer ist, als bei anderen Modellen dieser Klasse, wurde er vor allem im Hinblick auf das Angebot an Schlafplätzen sehr geschickt genutzt. Achtern geland das Kunststück, zwei Doppekabinen - eine mit seitlichem Doppelbett, die andere mit Etagenkojen - einzubauen. Das Eignergemach mit diagonal eingebautem Doppelbett liegt in diesem Fall im Vorschiff. So kann das Testschiff nicht verleugnen, dass es mit dieser Inneneinteilung im Grunde für die Charter gebaut ist, wo es auch angeboten wird.
BMB 32 Sport
Generell setzt der 1978 gegründete bayerische Vorzeigebetrieb auf auftragsgebundene Serienfertigung. Rationelle Herstellungsmethoden, unter anderem unterstützt durch computergesteuerte CNC-Fräsen zur punktgenauen Decksbearbeitung oder automatisierte Laminieranlagen mit Wende- und Fördereinrichtung, sorgen während des etwa 14tägigen Produktionsprozesses für ein Höchstmaß an Präzision. Gleichwohl entsteht jedes Schiff made by Bavaria im Handauflegeverfahren, wobei Kunststoffmaterialien bester Güte Verwendung finden. Mit der BMB 32 Sport, deren dynamisches Layout - sicherlich nicht ganz unbeabsichtigt - ein bisschen an die noblen englischen Sunseeker-Offshorer erinnert, will Bavaria jene Klientel erreichen, die einerseits an den rassigen Linien dieses Bootes Gefallen findet, dabei aber andererseits ein schnörkelloses und betont zweckmäßiges Innenraumambiente bevorzugt. Das nach CE-Kategorie B zertifizierte Schiff bietet vier großzügige Übernachtungsmöglichkeiten, der Cockpitbereich ist indes auf eine sieben- bis achtköpfige Crew zugeschnitten.
Wyboats Vlet 900 Classic
Dabei bezieht sich das "weniger" vor allem auf die Abmessungen. Mit 9,00 m Länge und 3,30 m Breite passt die Wyboats Vlet nicht nur in jeden Hafen, es wird sich auch niemand von diesem handlichen Verdränger aus Stahl überfordert fühlen. Das Interessante ist, dass das Schiff mit seiner offenen Plicht und dem ausgewogen gestalteten Aufbau optisch eine Nummer größer wirkt, wenn man es am Steg liegen sieht. Hierzu trägt auch die vierflügelige Türfront als Übergang von Salon zum Achterschiff beu, die bei gutem Wetter auf ganzer Breite geöffnet werden kann.

