Archiv Archive - Seite 96 von 159 - Skipper Bootshandel

Quicksilver 600 Commander entdecken

Vacance 1200

Die exakt 12,20 m lange Vacance 1200 gehört zu einer Serie aus vier verschiedenen Knickspant-Modellen zwischen 11,10 und 14,60 m Länge. Sie bilden den einen Teil des Vacance-Yachtprogramms, während die klassisch gestaltete Solide-Serie mit Mehrfach-Knickspantern in Längen von 6,85 bis 13,65 m den anderen Part bestreitet. Wie alle anderen Schiffe wird auch die Vacance 1200 vom Kasko über die technische Ausrüstung bis zur Inneneinrichtung komplett in der eigenen Werft gebaut. Dies ist im Grunde auch das Geheimnis, das hinter der großen Flexibilität von Vacance bei der Erfüllung von Kundenwünschen steckt. Durch die kurzen Wege lassen sich auch umfangreiche Änderungen des Standards recht gut bewältigen. Wie so etwas aussehen kann, zeigt unser Testschiff. Es wurde uns von Yachtcharter Schulz zur Verfügung gestellt und ist an der Müritz als Charterschiff im Einsatz. Für diesen Zweck hat es vorn und achtern gleichwertige Kabinen mit freistehenden Doppelbetten. Sie verfügen jeweils über eigene Sanitärbereiche mit separaten Duschen, elektrischen Toiletten und einem kleinen Waschtisch. Als Alternative baut die Werft in der Vorderkabine auch V-Kojen ein. Wenn nur eine Zweipersonencrew an Bord ist, kann der Platz im Vorschiff auch für eine offene Rundsitzgruppe genutzt werden. Zwischen der Vorderkabine und dem Salon liegt die Pantry in L-Form mit Rundspüle, vierflammigem Gasherd und einem großen 110-l-Kühlschrank. Dass man mit verhältnismäßig wenig Aufwand farbige Akzente im Schiff setzen kann, beweist die knallgelbe Arbeitsfläche. Natürlich hat die Werft auch noch dezentere Farben in ihrer Musterkollektion. Eine Essecke gibt es in dieser Version der Vacance 1200 nicht, denn der vordere Sanitärbereich nimmt den Raum gegenüber der Bordküche ein. Die Mahlzeiten werden stattdessen in der Sitzgruppe des Salons eingenommen. Doch wie gesagt – dies ist reine Einteilungssache.

Jeanneau Leader 805

So gewannen Jeanneau-Rennboote vier Mal das legendäre 24-Stunden-Rennen von Rouen in der Klasse F 3000, 1984 wurde die Weltmeisterschaft im „Big Game Fi-shing“ an Bord eines Jeanneau-Bootes entschieden. Obwohl man bereits seit 1960 GFK als Bootsbaumaterial einsetzt, hält man an den Vorzügen von Holz fest. Das zeigt sich nicht nur in ansprechenden Interieurs, sondern auch an den hölzernen, mit GFK umkleideten Spanten und Stringern, die dem Rumpf zur nötigen Steifigkeit verhelfen und auch das Motorfundament bilden. So sauber wie die Holzelemente des Innenausbaues ist auch die Verarbeitung des GFKs und des Gelcoats. Die Oberflächen präsentieren sich makellos und die Innenflächen sind durchgängig versiegelt. Zurzeit umfasst die Motorbootpalette 29 Modelle in fünf Serien. Die Bandbreite reicht hier vom schnittigen Runabout mit Retrodesign-Elementen bis hin zur ausgewachsenen, 14,55 m langen Motoryacht Prestige 46. Unter der Serienbezeichnung Leader fertigt Jeanneau fünf elegant gezeichnete Sportscruiser. Wir hatten Gelegenheit, das derzeitige Top-Model, die Leader 805, auf dem Rhein zu fahren.

LodeStar RIB 580

Organisiert vom Hause Lankhorst Hohorst, dem Generalvertreter für LodeStar in Deutschland, standen während der gesamten Kieler Woche sieben Gespanne für Journalisten, Fotografen und Schiedsrichter kostenlos zur Verfügung. Sein Material jeden Tag bis zu acht Stunden auf den Bahnen der Kieler Woche Off- und/oder Inshore einzusetzen, ist für einen Sponsor immer ein risikoreiches Unternehmen. Denn wer weiß schon, wie die Fahrer mit dem Material umgehen oder ob sie mit ihm überhaupt umgehen können. Am Ende dieses harten Praxiseinsatzes schauten wir uns drei unterschiedliche Pakete an, die aus dem LodeStar RIB 580 Open und Yamaha Viertakt-Außenbordern bestanden. Bevor es für die Boote in den allerletzten Einsatztag der Kieler Woche ging, wollten wir die morgendlichen Stunden nutzen, um sie bei Trockenheit und wenig Wind zu fahren. Die Schallpegelmessung brachen wir nach mehreren Versuchen ab, da die Einflüsse des Fahrtwindes auf dem ungeschützten Jockeysitz stärker waren als die Schallpegelausschläge durch die Maschine. Umso intensiver beschäftigten wir uns mit dem Fahrspaß.