Die Maestro-Baureihe ist anders, anders als jede Yacht, die je unter der Leitung von Norberto Ferretti gebaut wurde. Wer die Maestro 51 zum ersten Mal sieht, muss Stellung beziehen. Entweder, er findet sie hässlich, oder aber zumindest interessant. Grund der Polarisierung der Geschmäcker ist die Gestaltung der Superstruktur, also der Aufbauten. Keine von italienischen Werften bekannten gefällig runden Linien. Bei der Maestro stehen die Scheiben im rechten Winkel zum Deck. Dass dennoch eine Rundung vorhanden ist, sieht man nur, wenn man die Yacht von vorne betrachtet. Die seitlich abschließenden Glaselemente sind rund und greifen die Linienführung der Decks auf. Abgerundet sind auch die achterlichen Scheiben des Salons. Soviel Glas? Ja, denn prägendes Design-Element der Maestro 51 ist die wahrhaft großzügige Verglasung im Bereich des Hauptdecks. Der Autor begrüßt den Designansatz aus ganz persönlichen Gründen. Bei einer subjektiv durchaus durchschnittlich angesehenen Lebendgröße von 186 cm habe ich schon bei einer Reihe von Yachten dieser Klasse beim Fahren vom Innensteuerstand arge Gedanken an den Zustand meiner Bandscheiben gestellt. Die Boote sehen von außen geschmeidig aus, lassen sich von innen aber nur unter Inkaufnahme unnatürlicher Verrenkungen fahren. Einzige Alternative wäre der „Blindflug“, den ich aber generell ablehne. Am Steuerstand der Maestro 51 gibt es hinsichtlich der Sicht absolut keine Probleme.
Gruno 41 Classic
Maxum 3100 SE
Skibsplast 675 HT
Campion Allante S 505
Forbina Family Cruiser 40
Quicksilver 630 Pilothouse
Sessa Dorado 28′
Nidelv 25 Classic
Kelt White Shark 236 WA
Das „Rudel“ besteht insgesamt aus neun Modellen und teilt sich in die drei Unterarten „open“, „SD“ und „WA“ auf. Dabei stehen SD für Sun-Deck, open für die offenen Ausführungen und WA für Walk‧arounder. Wir hatten Gelegenheit, die White Shark 236 WA im mecklenburgischen Wesenberg zu testen. Die 236 WA ist mit einer Länge von 7,39 m die größere der beiden Walk‧arounder der französischen Werft. Alle White Sharks sind mit kräftig aufgekimmten Rümpfen versehen, die den Booten zu exzellenten Rauwassereigenschaften verhelfen. Die Verarbeitung und Materialstärke des GFK kann als hervorragend bezeichnet werden. Kleinere Teile wie Luken und Schappdeckel werden in einem von der Werft entwickelten Vakuumverfahren produziert und weisen auf allen Seiten ein hochwertiges Finish auf. Die White Shark 236 WA bringt trocken und ohne Motor rund 1220 kg auf die Waage. Mit Motor, vollen Tanks und Ausrüstung erreicht man da leicht die Zwei-Tonnen-Marke. Auch der dazu passende Trailer hat sein Gewicht und schränkt die möglichen Zugfahrzeuge, mit denen diese Last dann noch stressfrei bewegt werden kann, spürbar ein.
