Bella-Veneet Oy mit Stammsitz im ostfinnischen Ferienort Kuopio gehört zu den wichtigsten Bootsbaubetrieben der großen nordischen Wassersportnation. Im Jahre 1970 gegründet, wird das florierende und seit jeher stark exportorientierte Unternehmen von Raimo Sonninen geleitet, der in acht modernen Fertigungsstätten insgesamt 340 Mitarbeiter beschäftigt und mehr als 100 autorisierte Fachhändler in 23 Ländern benennen kann. Neben den über Jahrzehnte bewährten Hausmarken Bella und Flipper Boats hat man mit Aquador ein drittes Fabrikat im Sortiment, das qualitativ auf einem bemerkenswert hohen Niveau angesiedelt ist. Ursprünglich wurden Aquador-Boote im irischen Cork auf Kiel gelegt, doch im Sommer 2000 verlagerte Managing Director Sonninen die Produktion zurück in heimische Gefilde, um fortan in den stilistischen Feinschliff der von Hand laminierten Kunststoffgleiter zu investieren.
Apreamare Maestro 51
Die Maestro-Baureihe ist anders, anders als jede Yacht, die je unter der Leitung von Norberto Ferretti gebaut wurde. Wer die Maestro 51 zum ersten Mal sieht, muss Stellung beziehen. Entweder, er findet sie hässlich, oder aber zumindest interessant. Grund der Polarisierung der Geschmäcker ist die Gestaltung der Superstruktur, also der Aufbauten. Keine von italienischen Werften bekannten gefällig runden Linien. Bei der Maestro stehen die Scheiben im rechten Winkel zum Deck. Dass dennoch eine Rundung vorhanden ist, sieht man nur, wenn man die Yacht von vorne betrachtet. Die seitlich abschließenden Glaselemente sind rund und greifen die Linienführung der Decks auf. Abgerundet sind auch die achterlichen Scheiben des Salons. Soviel Glas? Ja, denn prägendes Design-Element der Maestro 51 ist die wahrhaft großzügige Verglasung im Bereich des Hauptdecks. Der Autor begrüßt den Designansatz aus ganz persönlichen Gründen. Bei einer subjektiv durchaus durchschnittlich angesehenen Lebendgröße von 186 cm habe ich schon bei einer Reihe von Yachten dieser Klasse beim Fahren vom Innensteuerstand arge Gedanken an den Zustand meiner Bandscheiben gestellt. Die Boote sehen von außen geschmeidig aus, lassen sich von innen aber nur unter Inkaufnahme unnatürlicher Verrenkungen fahren. Einzige Alternative wäre der „Blindflug“, den ich aber generell ablehne. Am Steuerstand der Maestro 51 gibt es hinsichtlich der Sicht absolut keine Probleme.