In Anbetracht der rasanten Preisentwicklung wird die Anschaffung eines Neubootes für viele Nachwuchsskipper immer schwieriger. Es sei denn, man entscheidet sich für ein kompaktes Schlauchboot, das bereits mit einem führerscheinfreien Außenbordmotor viel Spaß macht. Wir haben die Lava Marine Ranger 3.30 ausprobiert.

Erinnern Sie sich noch an die unsägliche »Corona-Zeit«? Damals wollten physisch und psychisch gestresste Bundesbürger scharenweise – und dabei den notwendigen Abstand haltend – hinaus aufs Wasser. Demzufolge verzeichneten die meisten Bootshändler eine kaum für möglich gehaltene Nachfrage. In jüngerer Vergangenheit sah es weit weniger rosig aus, wobei die Branche nun wieder mit etwas mehr Optimismus in die Zukunft schaut. Nach wie vor sehr beliebt sind jedenfalls »bezahlbare« Schlauchboote, die in der Regel von führerscheinfreien Außenbordern angetrieben werden und so vor allem das Interesse kaufambitionierter Wassersport-Einsteiger wecken.
Yacht- Tender
Oder auch als praktische Yacht- Tender in Betracht kommen. Der Kunde wählt zwischen Luft-, Holz- oder Aluminium- Böden und transportiert die in handlichen Packtaschen verstauten Boote vorzugsweise im Pkw-Kofferraum. Unkomplizierter geht es nicht. Ein typischer Vertreter dieser Spezies ist die Lava Marine Ranger 3.30, die mit rotem, grauem oder schwarzem Schlauchsystem zur Disposition steht. Alleinanbieter des mit drei Luftkammern plus aufblasbarem V-Kiel aufwartenden Wasserflohs ist die offiziell als Hersteller auftretende Lava Marine GmbH aus dem ostwestfälischen Kurort Bad Lippspringe.

Maßgeschneiderte Details
Die äußerst kompetenten Inhaber Edrik Latzel (50) und Antonio Valverde (53), deren Betrieb seit 30 Jahren existiert, bevorraten stets verschiedene Modelle ihres Exklusivfabrikates. Für Otto Normalskipper reicht das Gummifl itzer-Sortiment an zerlegbaren Varianten von 2,70 bis 4,70 m, die RIB-Fraktion mit kräftig aufgekimmten GFK-Rümpfen besteht aus acht Typen in Längen zwischen 3,50 und 8,70 m. Hinzu gesellen sich diverse Heavy-Duty- Konstrukte für kommerzielle und behördliche Einsatzzwecke, die auf Wunsch mit maßgeschneiderten Details und verstärkten Hypalon-Tragschläuchen ausgestattet sind. Selbstredend entsprechen die nach strengen Qualitätsvorgaben in China gefertigten Lava-Marine-Boote den in Deutschland geltenden CE-Normen.
Topseller LAVA MARINE RANGER 3.30
Zu den Topsellern gehört die bisher etwa 2.500 Mal (!) verkaufte Ranger 3.30, die 3,30 x 1,64 m misst. Die reale Nutzfläche im Bootsinneren beträgt 220 x 78 cm. Laut technischem Datenblatt genug für eine fünfköpfige Crew respektive 562 kg an maximaler Zuladung. Mit seinen sauber verarbeiteten, stattliche 44 cm Durchmesser aufweisenden 1.100- dtex- Tragschläuchen hinterlässt dieses Boot einen erfreulich soliden Eindruck. Obendrein sorgt das leuchtende Feuerwehrrot sofort für erhöhte Aufmerksamkeit. Der zur Einhaltung der richtigen Montage- Reihenfolge nummerierte Alu-Boden wird von Lava Marine zu Recht als »sehr stabil, seewasserfest und witterungsbeständig « beschrieben. Schön wäre allerdings eine sorgfältigere Entgratung.
Den kompletten Test finden Sie in der Ausgabe 11/26
Technische Details
Länge über alles: 3,30 m
Breite: 1,64 m
Innenmaße: 2,20 x 0,78 m
Anzahl der Luftkammern: 3 plus Kiel
Schlauchdurchmesser: 0,44 m
Gewicht (mit Luftboden/mit Alu-Boden): 51 kg/63 kg
CE-Kategorie: C
Max. Personenzahl: 5
Baumaterial: Schlauchsystem aus PVC, das Boot ist wahlweise und
zum gleichen Preis mit Luft- oder Aluminium-Boden lieferbar
Motorisierung: Außenborder (Normalschaft), maximal zulässige
Leistung 11 kW (15 PS)
Grundpreis (o. Motor): 1.199 €
Informationen und Werft
Lava Marine GmbH (Lava-Marine-Exklusivanbieter und Lieferant
des Testbootes), Raiffeisenstr. 38, 33175 Bad Lippspringe,
Tel. 05252-970756, www.lavamarine.com
Den kompletten Bootstest lesen Sie in SKIPPER Bootshandel 11/2026!

Text & Fotos: Peter Marienfeld
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