Test: REGAL LS4

Die Entwürfe der traditionsreichen amerikanischen Regal-Werft gelten als solide und kraftvolle Freizeitboote für Leute mit Wasserski- und Wakeboard- Ambitionen. Dabei gehört die Regal LS4, mit der wir beim Praxistest auf dem Bodensee auf Tuchfühlung gingen, zu den beliebtesten Modellen … 

Beim Praxistest auf dem Bodensee beschleunigt die Regal LS4 mühelos auf 44,3 Knoten Topspeed
Beim Praxistest auf dem Bodensee beschleunigt die Regal LS4 mühelos auf 44,3 Knoten Topspeed

Seit der Firmengründung von Regal Marine Industries im Jahre 1969 durch Paul und Carol Kuck zählt der in Orlando im Bundesstaat Florida beheimatete Bootshersteller zu den populärsten Bootsherstellern in den USA. Seit den Anfängen hält die Familie Kuck nun schon in dritter Generation das Ruder in den Händen. 2025 wurde mit Paul Kuck, ein Enkel des Gründers zum Präsidenten ernannt. Das Unternehmen mit Fertigungsstätten in Orlando und einem zweiten Werk in Valdosta in Georgia produziert bis zu 2.000 Boote im Jahr, die in Längen zwischen 20 und 50 Fuß vom Stapel laufen.

Für Furore im modernen GFK-Bootsbau sorgte Regal in 1995, als sich die Werft den mehrfach prämierten »FasTrac«- Rumpf patentieren ließ. Längst ist dieser Stufenrumpf zum Markenzeichen vieler Regal-Modelle geworden. Diese über die gesamte Breite des mit 21 Grad aufgekimmten V-Rumpfes quer verlaufende Mittelstufe schaufelt Luft unter den Rumpf. Dadurch verringern sich Wasserwiderstand und Reibung, was zu höherer Geschwindigkeit, schnellerem Erreichen der Gleitphase, besserem Geradeauslauf und geringerem Verbrauch führen soll. Kann uns diese versprochene Performance überzeugen?

 

 

Regal LS4 mit Ausstattungsfülle

Die Testkandidatin wird uns am Bodensee vom Boots-Center Fröhlich, bereits seit 1983 Regal-Importeur, aus Lindau präsentiert. Mitarbeiter und Regal-Kenner Daniel Blaas schwärmt: »Die LS4 ist eines unserer meistverkauften Modelle!« Sind bei trübem Wetter die Verdecke entfernt, so kommt ein waschechter Bowrider mit dicken weißen Sitzpolstern zum Vorschein. Diese Pure-White-Polster mit schwarzer Umrandung gehören hier zum Standard-Cockpit-Farbpaket »Titanium«, wobei Steuer- und Beifahrerkonsole mit weißen Polstern und dunkelgrauen Akzenten bestückt sind. Das gesamte Ambiente wirkt luxuriös, edel und – wie von US Booten gewohnt – irgendwie straßenkreuzermäßig. Ins selbstlenzende Cockpit gelangen wir über die 68 x 190 cm große Badeplattform und einen 35 cm breiten Durchgang.

Alle Fußböden sind mit aufpreispflichtigem Flexiteek zu 4.480 Euro trittsicher belegt. Die innere Freibordhöhe des 280 x 210 cm großen Cockpits beträgt 88 cm. Man fühlt sich sofort sicher aufgehoben. Als Tagesboot für Wassersportbegeisterte und zum Badeausflug mit der Familie verfügt die LS4 natürlich über einen optionalen Tower, der hier das gesamte Mittelcockpit mit einem schnell ausklappbaren Bimini-Verdeck vor zu viel Sonne und Regen schützt. Für diesen elektrisch umlegbaren »Power Tower« sind 10.309 Euro zu berappen. »Wir bestellen die Boote grundsätzlich damit«, erklärt Verkäufer Daniel Blaas. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die ab 2020 produzierte Regal LS4 mit einer Basis-Ausstattungsfülle daherkommt, die selten anzutreffen ist. Daniel Blaas scherzt: »Es ist einfacher, etwas an Ausstattung wegzunehmen, als etwas hinzuzufügen.«

Top Ausstattung

Die Stehhöhe unter dem Tower beträgt 192 cm und das Layout der Sitz- und Liegemöglichkeiten ist auf optimalen Tageskomfort ausgerichtet. Die beiden achterlichen Sonnenliegen sind eine Kombination aus Sessel und Liege. Sie lassen sich je nach Bedarf verstellen. Die gegenüberliegenden Sitzbänke bemessen sich auf je 115 cm Länge und 52 cm Tiefe. In den Seitenwänden dahinter befinden sich Ablagen und Edelstahl-Getränkehalter für den schnellen Zugriff. Pilot, Copilot und Besatzung lassen sich auf bequemen Einzelsesseln nieder, die – wie alle Sitzmöbel – acht Zentimeter dick gepolstert sind und härtere Schläge beim Ritt über kabbelige Wellen gut abfedern.

Der Steuerstand ist bereits in der Basisversion mit zwei Garmin-GPSMAP-943-Displays ausgerüstet, und auch an eine steuerbordseitige Armauflage am Schalt- und Gashebel für den Skipper wurde gedacht. Ebenfalls augenfällig präsentiert sich die in poliertem Edelstahl gefasste 220 cm breite und 67 cm hohe Windschutzscheibe. Sie besteht aus Sicherheitsglas mit einem klappbaren Mittelsegment zum Durchgang ins Vordercockpit. Die dort befindliche U-Sitzgruppe lässt sich mit wenigen Handgriffen und mittels Cockpit-Tisch für gesellige Runden oder mit Füllpolstern zur kompletten Sonnen- und Liegefläche umbauen.

Viel platz

Im »Keller« befinden sich zahlreiche Staufächer, deren Deckel allesamt mit Gasdruckfedern ausgestattet sind. Insgesamt zeigt sich die Verarbeitung des Bootes auf hohem Qualitätsniveau. Die Polster sind sauber vernäht, stabile Handgriffe befinden sich am richtigen Platz. Es gibt passend dimensionierte Klampen und Scharniere, alle Installationen bis zum Motorraum sind fachmännisch ausgeführt.

 

Den kompletten Test finden Sie in der Ausgabe 02/26

 

Technische Details

Länge über Alles: 7,40 m
Breite: 2,53 m
Tiefgang (Antr. abgesenkt): 0,80 m
Gewicht: 2.063 kg
CE-Kategorie: C
Max. Personenzahl: 10
Brennstofftank: 212 l
Wassertank (opt.): 68 l
Baumaterial: GFK
Motorisierung: Innenborder Benzin, Leistung 220,6 bis 257,4 kW
(300-350 PS), Standard-Motorisierung 220,6 kW (300 PS)
Grundpreis: 124.477 €, Preis des fahrfertigen Testbootes inklusive
umfangreicher Sonderausstattung: 149.498 €

 

Informationen und Werft

Boots-Center Fröhlich e.K. (Regal-Importeur und Lieferant
des Testbootes), Robert-Bosch Str. 20, 88131 Lindau/B,
Tel. 0832-79065, www.boote-center.de
Regal Marine Industries, Inc., 2300 Jetport Drive, Orlando,
FL 32809, USA, www.regalboats.com

 

Den kompletten Bootstest lesen Sie in SKIPPER Bootshandel 02/2026!

Text & Fotos: Rex Schober

 

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