Glätten, glänzen und verdichten – Klar Schiff durch Politur

Jeder Eigner, der sein Boot denn wirklich bewegt und nutzt, kennt es: Nach einem Tagestörn im Salzwasser zurück im Hafen, überzieht eine graue Schicht den ursprünglich sauberen und glänzenden Rumpf. Auch im Binnenbereich sorgt ablaufendes Regenwasser irgendwann für unschöne Streifen auf der Bootshaut. Lässt sich dieses optische Manko anfangs leicht mit klarem Wasser und einem Schwamm beseitigen, wird es bei älteren Oberflächen zunehmend strapaziöser. Dabei ist es eigentlich egal, ob es sich um eine GFK- oder Stahlkonstruktion handelt – die „Haut“ eines Bootes altert ebenso wie die Haut des Menschen, soll heißen: Die Poren werden größer. Um diesen Vorgang umzukehren, gibt es beim Menschen mannigfaltige Prozeduren, auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen… Bei matten Bootsrümpfen hilft hingegen nur ein Procedere: Polieren! Doch was geschieht eigentlich beim Polieren? Glänzen kann nur eine möglichst glatte Oberfläche. Um eine solche zu erzielen, müssen mikroskopisch kleine Rauigkeiten ausgeglichen werden. Das erreicht man entweder durch eine plastische Verformung dieser „Spitzen“ und einem feinen Abtrag des Materials bei gleichzeitiger Verfüllung von Unebenheiten. Die erste Variante nennt sich Presspolieren, die zweite Glanzschleifen. Als Resultat erzielt man aber stets eine glatte, glänzende Fläche, und je verdichteter die Mikroporen sind, um so glatter und langanhaltender wird der gewünschte Effekt ausfallen. Je nach Oberflächenart kommen unterschiedliche Poliermittel zum Einsatz, der Markt hält ein sehr breit gefächertes Sortiment bereit und einmal mehr gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aggressive Mittel mögen schnell zum Erfolg führen, sie werden die Oberfläche aber auch entsprechend beanspruchen. Anfragen bei Sportsfreunden oder professionellen Dienstleistern erleichtern die Eingrenzung der möglichen Produkte.

Vorbereiten

Der erste Schritt ist immer die gründliche Reinigung der Bootshaut. Das reine Abdampfen mit dem Hochdruckreiniger ist dabei nur der erste Arbeitsgang. Anhaftungen wie Fenderabrieb oder ähnliches müssen ebenfalls entfernt werden, andernfalls werden die Partikel „einpoliert“ und hinterlassen im besten Fall unschöne Schlieren. Bei Trailerbooten verzichten viele Skipper auf einen Antifoulinganstrich. Hier kommt es sowohl im Süß- wie auch im Salzwasserbetrieb recht schnell zu Ablagerungen am Rumpf. Auch diese müssen nachhaltig entfernt werden, ansonsten wird es nichts mit dem Glätten, Glänzen und Verdichten der Bootshaut.
Der zweite Schritt ist die Suche nach einem geeigneten Platz, um den eigentlichen Poliervorgang in die Tat umzusetzen. Trocken soll der Ort sein und nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Ideal ist natürlich eine Halle, in der dann aber nicht ein Sportskollege gerade Schleifarbeiten an seinem „Schätzchen“ ausführen sollte…

Den ganzen Bericht lesen Sie in Skipper 10/2012

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