Sie reicht vom Sports Cruiser S25 bis zum unlängst vorgestellten Flaggschiff, der ausgewachsenen Motoryacht T60. Unsere Testkandidatin, die Sealine F34, ist die kleinste Yacht der Flybridge-Serie, für die das F im Namenskürzel steht. Aber schon in die „Kleine“ haben die Sealine-Ingenieure (fast) alles hinein gepackt, was die Reputation der Werft ausmacht. Die begründet sich zunächst in einer durchgängig sauberen GFK-Verarbeitung mit makellosem Gelcoat. Die Innenflächen der Formteile sind durchgängig mit einem Schutzlack versehen. Die technischen Installationen hinterlassen ebenfalls einen guten Eindruck. Das gilt gleichermaßen für die elektrischen Anlagen als auch für die Motor- und Tankeinheit. Die Reputation der Werft rührt aber auch von den wirklich sinnvoll durchdachten, mitunter überraschend einfach anmutenden Detaillösungen her. Die Sealine F34 verfügt über eine in den Rumpf integrierte Badeplattform. Serienmäßig ist die Oberfläche hier - wie auch im Cockpit - auf den Gangborden und auf dem Vorschiff im GFK mit einer rutschhemmenden Struktur versehen. Auf Wunsch werden aber Badeplattform und Cockpit auch mit solide verlegtem Teakdeck geliefert. Zur Ausstattung der Plattform gehören eine klappbare Badeleiter und eine Heckdusche mit warmem und kaltem Wasser.
Babro Beluga Classic 1150
Jedes dieser neuen Schiffe wird wahlweise mit Achterkabine oder offenem Cockpit angeboten, sodass insgesamt acht Varianten zur Auswahl stehen. Für Harm van der Wal, den Werftchef von FNMA Yachting, sind die neuen Schiffe eine wichtige Ergänzung zum bisherigen Angebot seiner expandierenden Werft. Und eines steht für ihn fest: Die neue Yachtserie bedeutet für FNMA den Aufstieg in eine neue Klasse. Die Beluga-Modelle sind als Mehrfach-Knickspanter konzipiert und haben damit gegenüber ihren weißen Knickspant-Schwestern die besseren Seeeigenschaften. Ihr robuster Rumpf wird in vier Plattengängen aus 5 mm starkem Stahl gebaut, für die Aufbauten greift man auf die üblichen 4 mm dicken Platten zurück. Der Spantabstand liegt generell bei 40 cm. Natürlich fehlt auch die für Klassiker obligatorische Scheuerleiste aus Kunstfaser-Tauwerk nicht. Ein vorn hochgezogenes Schanzkleid, eine Relingpersenning am mittig geteilten Heckkorb und ein klappbarer Holzmast machen das Bild komplett. Wir sind neugierig auf diese Yacht und gingen für den Test an Bord des kleinsten Beluga-Modells. Die Beluga Classic 1150 ist das erste aus dieser neuen Modellreihe gebaute Schiff und die Nachfrage in seiner Größenklasse ist groß. Besonders angetan hat es uns auch der vergleichsweise günstige Basispreis von 223 000 €. Immerhin gehören dabei Bugschraube, Cabrioverdeck, Echolot, Log, Kompass und Teakholz für den Innenausbau schon zur serienmäßigen Ausstattung.
Excite Cat 810
Crownline 250 CR
Quicksilver 20 Classic
Voyager 60
Seit 42 Jahren ist der Name Conavroegh besonders bei Insidern der niederländischen Stahlyachtszene ein Begriff. In der Vergangenheit produzierte der Familienbetrieb aus Geldermalsen im Süden der Niederlande hauptsächlich Stahlbaupakete und Kaskos für andere Werften. Darüber hinaus liefen dort eigene Kreuzermodelle wie die Target und die Rob 900 vom Stapel. Nachdem die Werft in den letzten Jahren modernisiert wurde, landete man jetzt im Yachtbau in enger Zusammenarbeit mit dem Konstruktionsbüro Vripack Yachting und dem Eigner mit der um Klassen größeren Voyager 60 einen echten Überraschungscoup. Über das Styling der Voyager 60 kann man geteilter Meinung sein. Irgendwie ist sie etwas für Liebhaber. Mit ihren runden Aufbauten im Retro-Stil und Elementen eines Mini-Kreuzfahrtschiffes wird sie in dieser klassischen Optik zumindest nie unmodern werden. Einhellige Zustimmung wird dagegen ihr technisches Konzept finden.
Linden Spiegelkotter 14.50
Jahrelang gab es bei Linden Jachtbouw ein ehernes Gesetz: Zu einer Kutteryacht gehört ein Spitzgatt-Heck. Von dieser Maxime ist der Familienbetrieb mit dem Linden Spiegelkotter 14.50 nun zum ersten Mal abgewichen. Damit brach man zwar eine alte Tradition, doch dem Raumangebot an Bord kam diese Entscheidung sehr zugute. Dies zeigt der Vergleich mit dem Innenraum des 15 Meter langen Linden-Spitzgattkotters. Die Eignerkabine und die achteren Sanitärbereiche sind auf dem Spiegelkotter ca. 0,60 m länger und auch das Achterdeck wurde am Heck breiter. Im Salon und im Maschinenraum beträgt die zusätzliche Länge ca. 0,40 m. Steigt man vom Achterdeck über die bequeme Treppe in den Salon hinunter, fallen sofort drei Dinge auf. Es sind die offene Gestaltung, die gute Aussicht und der große Lichteinfall durch die Salonscheiben. Das Mobiliar in geschmackvollem Teakholz wirkt ausgesprochen exklusiv, obwohl oder gerade weil es sehr schlicht gehalten ist und ohne maritime Akzente auskommt. Das Holz harmoniert gut mit den verwendeten Textilien und den hellen Deckenverkleidungen mit eingelassenen Halogenspots.
Cobalt 343
Elan Power E35
In Seglerkreisen ist der Name Elan seit Jahren eine feste Größe. Mit der E35 und dem Zusatz Power will man nun auch im Bereich der Motorbootfahrer Liebhaber zu Kunden machen. Und dazu bedient man sich natürlich auch der praktischen Erfahrung aus dem Serienbau der Segelyachten. Die gesamte Konstruktion entspricht den Zertifizierungsvorschriften des Germanischen Lloyds. Die Bordwände sind in Sandwichbauweise, der Rumpfboden in reinem GFK-Material hergestellt. Wir fuhren die Hardtop-Version der ansonsten auch als „Open“ erhältlichen Yacht auf dem Rhein bei Worms. Charakteristisch für die Elan Power E35 ist ein lang gezogenes Vorschiff mit elegant geformter, stabiler Seereling. Das Hardtop schmiegt sich unter den ebenfalls aus GFK geformten Geräteträger.

