»Seepferdchen 23« – Keser Hollandia 35 Classic

Ohne Ecken und Kanten

Die Firma Bootscharter Keser kann als einer der erfolgreichsten Leihschiff-Anbieter im Nordosten Deutschlands auf eine durchweg junge Yachtflotte verweisen. Wir erprobten die »Seepferdchen 23«.

Wassersport-Profi, Diplom-Kaufmann und Charterunternehmer Mike Keser (37), der die Mietboot-Abteilung des alteingesessenen Berlin-Spandauer Familienbetriebes vor fünf Jahren aus der Taufe hob, bietet mittlerweile 25 Leihschiffe an. Dass es sogar eine »Seepferdchen 26« gibt, lässt sich damit erklären, dass die berühmt-berüchtigte Nummer »13« nicht vergeben wurde. Unglückszahl hin oder her – wir hatten Glück, dass uns die »Seepferdchen 23« angesichts der sehr erfreulichen Buchungsnachfrage im vorigen Sommer überhaupt zur Verfügung stand. Der SKIPPER-Charterboot-Test wurde nämlich kurzfristig anberaumt, und zwar an einem herrlich sonnigen September-Wochenende. Die Boots-charter Keser GmbH hat ihre Yachten auf drei verkehrsgünstig gelegene Basen verteilt. Neben dem weithin bekannten Stammsitz am Fuße der Spandauer Freybrücke gibt es Stützpunkte im brandenburgischen Töplitz  in der Nähe von Werder an der Havel sowie in Rechlin, einer Ortschaft am südlichen Ufer der Müritz. Dort sind wir mit »Chartermeister« Jörg Hennig verabredet, der sich um die fachmännische Kundenbetreuung kümmert. Ab Rechlin kann man, wenn kein amtlicher Bootsführerschein vorliegt, auch mit der sogenannten »Charterbescheinigung« in See stechen. Voraussetzung für die Erteilung dieses nur für die Dauer des jeweiligen Chartertörns gültigen Papiers ist eine etwa dreistündige Einweisung in Theorie und Praxis anhand eines festgelegten Protokolls – und die Entrichtung einer Gebührenpauschale in Höhe von 90 Euro.

Die »Seepferdchen 23« ist eine Mietyacht ohne Ecken und Kanten – und dies im positiven Sinne. Der kompakte Stahlkreuzer aus Holland lässt sich nach kurzer Eingewöhnung auch von weniger versierten Skippern problemlos handhaben. Wer sich mit der Bedienung eines solchen Bootes auskennt, der hat ohnehin leichtes Spiel. Bleibt noch, die Kostenseite zu beleuchten. Im Hause Keser läuft die Saison theoretisch das ganze Jahr. Wenn es die Wetterverhältnisse erlauben, könnte man mit mehreren Booten der Flotte also auch im Winter ablegen. Für die Zeit vom 31. Oktober bis zum 28. März gilt ein Schnuppertarif von 1.199 Euro pro Woche. Danach greift eine aus unserer Sicht ziemlich komplizierte Preisstaffelung, die vom 4. Juli bis 8. August mit 2.099 Euro für sieben hoffentlich entspannte Urlaubstage an Bord ihren Höhepunkt erreicht.

TECHNISCHE DATEN

Länge über Alles: 11,00 m
Breite: 3,70 m
Durchfahrtshöhe: 2,65 m mit geklappten Scheiben,
3,25 m mit Windschutzscheibe, 3,70 m mit aufgestelltem Cabrioverdeck
Tiefgang: 0,90 m
Gewicht: 10.000 kg
CE-Kategorie: C
Indienststellung:  April 2013
Max. Personenzahl: 6
Kojenzahl: 4 (+2)
Brennstofftank: 500 l
Wassertank: 500 l
Septiktank: 500 l
Baumaterial: Schiffbaustahl
Motorisierung: Solé-Diesel mit Wellenantrieb, Leist. 69,9 kW (95 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 8,3 Knoten (15 km/h)
Brennstoffverbrauch: 3 bis 5 Liter Diesel pro Stunde (Angabe der Firma Bootscharter Keser)

WEITERE INFORMATIONEN UND BUCHUNG

Bootscharter Keser GmbH
An der Havel 38,
14542 Werder an der Havel (OT Töplitz),
Tel. 030-3620800,
www.bootscharterkeser.de

Den gesamten Test lesen Sie im SKIPPER 01/2015
Text & Fotos: Peter Marienfeld

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